Ein Handwerksbetrieb mit 35 Mitarbeitenden hatte volle Auftragsbücher, aber am Ende des Monats blieb kaum etwas übrig.
Die Frage: Warum sorgt die hohe Auslastung nicht für einen höheren Gewinn?
Analyse
Ich habe gemeinsam mit dem Kunden drei entscheidende Kennzahlen angeschaut:
Gesamtkosten: Wie viele Kosten fallen im Jahr in dem Betrieb an?
Produktive Stunden: Wie viel Arbeitszeit der Mitarbeiter kann an Kunden verkauft werden?
Wertschöpfung pro Stunde: Wo liegt eigentlich die Preisuntergrenze?
Ergebnisse
Die Gesamtkosten sind um 25.000 € angestiegen. Hier wurde in hochwertige Werkzeuge investiert, die bisher die Zeiten auf der Baustelle nicht verkürzen konnten.
Die Verrechnungsquote bei den Monteuren lag nur bei 65 %, obwohl 80 % in der Branche der Durchschnitt sind.
Verschiedene Projekte wurden mit einem Stundensatz von 65 € abgerechnet, obwohl zur Deckung der Kosten 80 € notwendig gewesen wären.
Lösung
Verkaufspreise anpassen: Der Stundensatz wurde neu kalkuliert, um nicht nur kostendeckend, sondern mit einem Gewinnaufschlag zu arbeiten.
Auftragsmix optimieren: Aufträge mit hohem Stundenanteil und wenig Materialanteil wurden reduziert. Stattdessen fokussierte sich das Unternehmen auf profitable Projekte.
Effizienz steigern: Mit einer besseren Planung und einer klareren Arbeitsorganisation konnte die Verrechnungsquote um 5 % gesteigert werden.
dass über 30 % aller mittelständischen Unternehmen in Deutschland keinen vollständigen Überblick über ihre Finanzzahlen haben? Das erhöht das Risiko von Fehlentscheidungen und finanziellen Engpässen?
Quelle: BVBC-Studie
dass Unternehmen, die auf strukturierte Finanzkontrolle setzen, eine um 30 % höhere Rentabilität erzielen?
Quelle: McKinsey